Romy Fölck: Fünf Fremde

Die Wellen peitschen gegen die Fähre, als fünf Passagiere an einem stürmischen Oktobertag die Insel Neuwerk in der Nordsee erreichen. Für vier von ihnen ist es die Rückkehr an einen Ort, der dunkle Erinnerungen wachruft. An einen Sommer vor dreißig Jahren, in dem zwei Teenager spurlos aus dem Schullandheim verschwanden. Auch damals waren die vier auf Neuwerk – und eine Frage hat sie seither nie mehr losgelassen: Was geschah in jenem verhängnisvollen Sommer wirklich? Als ein Orkan aufzieht und niemand die Insel verlassen kann, drängen lang gehütete Geheimnisse an die Oberfläche. Denn es gibt jemanden, der die Antwort kennt. Und der nicht eher ruht, bis eine alte Schuld endlich gesühnt wird …

Die Vielzahl der Charaktere erfordert zu Beginn einiges an Konzentration, um den Überblick zu behalten. Da die Geschichte auf zwei Zeitebenen und aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt wird, muss man als Leser stets aufmerksam bleiben, um nicht den Faden zu verlieren.

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James Rollins: Das Erzengel Komplott

James Rollins’ neuestes Sigma-Force-Abenteuer bietet der Leserin respektive dem Leser das altbekannte, wohl erprobte und erfolgreiche Rezept. Es erwarten uns jede Menge rasante Action, Intrigen mit historischem Hintergrund und weltumspannende Gefahren.

Dieses Mal geht es auf eine spannende Reise über die eisigen Weiten der Arktis ebenso wie in die Vorstandsetagen machtgieriger Individuen, die vor nichts zurückschrecken, um einen legendären verlorenen Kontinent zu finden. Einen, dessen Existenz, sollte sie sich bestätigen, die Welt, wie wir sie heute kennen, für immer verändern würde.

Rollins’ 18. Sigma-Force-Thriller spielt nach den Ereignissen von „Feuerring“ und beginnt mit einem Prolog, der im Jahr 1764 angesiedelt ist.

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Alessio Guerrini: Im Schatten der Palazzi

Erster Eindruck

Was bietet Alessio Guerrini dem Leser mit ›Im Schatten der Palazzi‹, dem ersten Roman, den er unter diesem Pseudonym schreibt? Einen ebenso spannenden wie sympathischen Kriminalroman sowie einige Kurzkrimis hat er uns unter dem Namen Rudolf Georg schon vorgestellt. Nun ist es ein spannender Krimi vor der malerischen Kulisse San Gimignianos in der Toskana. Eine gelungene Mischung aus Sommer- und Urlaubsgefühlen und dem schaurig-schönen Kribbeln, das einen überfällt beim Lesen über raffinierte Verbrechen, die unblutig sind und die einen nicht selbst betreffen. Der leichtfüßige Schreibstil trägt dazu bei, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Zwischen Zypressen und Palazzi: In der Toskana verschmelzen Kunst, Macht und Verbrechen zu einem mörderischen Spiel.

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Sven Stricker:  Sörensen geht aufs Haus

Richtig gut geschrieben, aber weniger Krimi als Psycho- und Sozialstudie

Der zweite Sörensen-Krimi von Sven Stricker, den ich gelesen habe. Und schon wie beim letzten Band sah ich beim Lesen stets den Schauspieler Bjarne Mädel vor mir, der den Kommissar im Film verkörpert, und hörte seine unvergleichliche Art zu sprechen in den Dialogen.

Die wieder den Hauptteil der Geschichte ausmachen, die unglaublich gut gelungen sind, aber für die Handlung, also den Kriminalfall, um den es gehen soll, oft recht wenig bedeuten.

Es ist ein Cold Case, der wieder aufgegriffen wird, als im Garten eines ehemaligen Schulfreundes von Sörensen, der plötzlich in Katenbüll wohnt, menschliche Knochen gefunden werden. Erst nach und nach stellt sich heraus, wessen Knochen das sind, der Verdacht aber taucht auf, es könne sich um die Leiche der vor ein paar Jahren verschwundenen Mia handeln.

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Liv Helland: Die Schloss-Schwestern: Dünen Sommer Liebe

Ein altes Schloss in Ostfriesland, gut in Stand gesetzt, aber nicht gerade ein einfach zu unterhaltendes Häuschen. Drei Schwestern mit ihren jeweils eigenen Biografien und Problemen, ein Testament mit einer bindenden Klausel, die die Schwestern zwingt, zunächst einmal drei Monate gemeinsam auf Schloss Süderholt zu leben, bevor sie entscheiden dürfen, was mit dem Erbe, das ihr Großvater Jörn ihnen zugedacht hat, in Zukunft geschehen soll. Einzig Levke hat von Anfang an eine Vorstellung davon, was sie aus dem Schloss gerne machen würde. Eine Eventagentur soll daraus werden, wenn es nach Levke geht. Doch das ist nicht so einfach umzusetzen. Theo, der Gutachter, den die Behörde zunächst geschickt hat, kommt zu dem Schluss, dass die Vorgaben, die die Denkmalschutz- und die Baubehörde zur Auflage machen, gut umzusetzen sind. Ein neuer, von der Behörde geschickter, sehr eifriger Gutachter kommt allerdings zu einem ganz anderen Ergebnis. Er unterstellt Theo außerdem, befangen zu sein, weil er mit Levke befreundet ist. Alleine kann Levke die neuen Bedingungen auf keinen Fall erfüllen, sie braucht die Unterstützung ihrer Schwestern.

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T. S. Orgel: Deadly Ever After: Blut und Schnee

Das Leben könnte ach so schön sein – wenn es da nicht zu jeder Zeit und überall Menschen gäbe, die sich bereichern, ihre Macht ausweiten und andere beherrschen wollen.

Zu diesen Gestalten gehört die weiße, selbst gekrönte Kaiserin. Nachdem sie ihr eigenes Königreich in einem Handstreich an sich gerissen hat, entsendet sie ihre Schergen, allen voran die Wilde Jagd, um auch die übrigen Reiche der Welt zu unterwerfen. Die Untoten dieser Jagd ziehen mordend durchs Land, schleifen Befestigungswälle und Burgen, hängen Adelige und Herrscher am Strick auf und köpfen besonders renitente Gegner mit Vorliebe gleich selbst.

Jene Gefangenen, die über eine – wie auch immer geartete – Gabe verfügen, werden entweder korrumpiert und ihren Truppen einverleibt oder ihnen wird, sicher verwahrt in einem Stahlkäfig, ihre Begabung mittels einer dunklen Spindel entrissen.

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John Grisham: Das Vermächtnis

Simon Latch, Provinzanwalt in Braxton, einer Kleinstadt in Virginia, hat seine liebe Müh mit seinem Leben: eine schlecht gehende Praxis, eine teure Scheidung, drei Kinder mit geldverschlingenden Hobbys und Ambitionen, Wettschulden, das Konto hoffnungslos überzogen. Plötzlich hellt sich der Himmel auf in Gestalt der 85-jährigen Witwe Eleanor Barnett, für die Simon ein Testament aufsetzen soll. Als sich herausstellt, dass sie über ein millionenschweres Erbe verfügt und sie bereits ein Testament bei einem windigen Konkurrenten gemacht hat, der sich rechtswidrig ihre riesigen Aktienpakete unter den Nagel reißen wollte, sieht er seine Chance.

Allerdings ist auch sein Testament alles andere als standesrechtlich sauber. Zwar baut er Spenden an gemeinnützige Organisationen ein, aber in erster Linie will er an die Millionen, die ihn von allen Sorgen befreien würden. Er freundet sich mit Eleanor an, führt sie großzügig zu zahlreichen Restaurantbesuchen aus und setzt alles daran, ihr Vertrauen zu gewinnen. Aber warum zeigt sie ihm nicht ihr Portfolio? Warum hat sie noch keine seiner Rechnungen bezahlt? Gründe, misstrauisch zu sein, gibt es genug. Doch Simon will ihr glauben. Seine Gier, sein Traum vom großen Reichtum behält die Oberhand.

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Lisina Coney: The Brightest Light of Sunshine

Grace weigert sich, ihre Zukunft von einer traumatischen Erfahrung bestimmen zu lassen. Sie will ihr Leben zurückerobern: auf Partys gehen, Männer daten und endlich wieder Spaß haben. Doch dass sie dabei ausgerechnet dem einschüchternden Cal begegnet – und sich zu ihm hingezogen fühlt –, hätte sie nie erwartet.

Je besser sie ihn kennenlernt, desto deutlicher wird, dass hinter seiner harten Fassade mehr steckt, als er zeigt. Cal ist nicht der Mann, für den ihn alle halten.

Aber während Grace beginnt zu glauben, dass zwischen ihnen mehr sein könnte, macht Cal eines unmissverständlich klar: Für Liebe ist in seinem Leben kein Platz. Er hat andere Prioritäten …

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Fergus Craig: Betreutes Morden: Ein Fall für Serienkillerin Carol Quinn

Wunderbar skurril, süffisant, stellenweise „very british“, auf jeden Fall sehr unterhaltsam ist dieser leichte Krimi, der uns in die vermeintlich noble Seniorenresidenz Sheldon Oaks führt.

Wer je dachte, das Leben in einer Seniorenresidenz sei nur noch langweilig und trist, der kann sich hier – nicht ganz ernst gemeint – eines Besseren belehren lassen. Sheldon Oaks scheint eine besondere Anziehungskraft zu haben für Menschen, die in ihrem aktiven Berufsleben in irgendeiner Weise mit Kriminalität zu tun hatten. Wie zum Beispiel der ehemalige Kriminalkommissar Geoffrey, der es natürlich nicht lassen kann, den jungen Kollegen mit gut gemeinten Ratschlägen und seiner Erfahrung auf die Nerven zu gehen. Oder Margaret, die einmal Innenministerin gewesen ist und jetzt immer noch über gute Kontakte verfügt, was sich im Laufe der Geschichte als durchaus hilfreich herausstellt, oder Catherine, die ehemalige Pathologin, die mit ihrer langjährigen Erfahrung unterstützt, als es darum geht, einen tragischen Todesfall in Sheldon Oaks aufzuklären. Nicht zu vergessen Carol, die von allen sofort verdächtigt wird, den armen Desmond vom Dach der Residenz gestoßen zu haben, weil sie als die verurteilte Serienmörderin erkannt wird, die sie einmal war.

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Richard Matheson: Ich bin Legende

Mit seinem wohl bekanntesten Roman setzt der Festa Verlag die limitierte, signierte und farbig illustrierte Liebhaberausgabe der Werke Richard Mathesons fort. Parallel erscheint der Titel – ohne Gastbeiträge und Farbillustrationen – in einer preisgünstigen Paperbackausgabe.

Der inzwischen dreimal verfilmte Roman gilt zu Recht als Klassiker des Genres. Die Handlung führt ins Los Angeles des Jahres 1976. Ein Bakterium hat nahezu die gesamte Menschheit in Vampire verwandelt. Einziger Überlebender ist Robert Neville – der letzte Mensch.

Tagsüber gehört die Stadt ihm. Während sich die Vampire vor dem tödlichen Sonnenlicht verkriechen, sichert Neville seinen Rückzugsort und geht auf die Jagd. Holzpflock, Knoblauch und Sonne sind seine Waffen. Die größte Belastung ist dabei nicht allein die permanente Lebensgefahr, sondern die Tatsache, dass es sich bei seinen Gegnern um ehemalige Nachbarn, Kollegen und Bekannte handelt – Menschen, die er einst kannte.

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