„Alle werden alt“ – so lautet ein Song des Technoduos Schrotthagen. Ein Song, der auch hervorragend zu diesem Buch passen könnte. Was wird aus unseren Träumen und Ansichten, wenn wir älter werden? Wollen wir in einer Welt des schnellen Wandels und der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten uns überhaupt je festlegen, verankern und richtig „erwachsen werden“?
Vom WG-Mieter zum Wohneigentümer?
Micha Lewinsky verpackt Selbstfindungskrisen zur Lebensmitte äußerst treffsicher und gewitzt! Als das Haus verkauft werden soll, in dem Béla mit seiner WG die wohl besten Jahre seines Lebens verbracht hat, werden wehmütige Erinnerungen wach. Denn Béla weiß immer noch nicht, wo er eigentlich steht. Er – der einst coole Bandgitarrist, überzeugte Linke, Technoliebhaber, Nachtschwärmer, Dokumentarfilmer und Kreative – fühlt sich nicht so alt, wie die Zahl in seinem Ausweis: Fünfzig. Doch mit der Generation seiner rund 20 Jahre jüngeren Freundin Kaja hat er ebenfalls Probleme, sie erscheint ihm zu brav, zu angepasst. Als sein Freund Serdar plant, das ganze Gebäude zu kaufen und die alte WG als Genossenschaft wieder aufleben zu lassen, treffen sich die einstigen Freunde wieder. Doch nach über 30 Jahren ist es nicht einfach, wieder an die alten Zeiten anzuknüpfen. Damals lautete ihr Slogan „Alles wird gut“. Wird es das wirklich?









