Geschichte gut verpackt in eine fesselnde Geschichte. Das kennen wir zwar vom Autorenpaar Iny Klocke und Elmar Wohlrath, alias Iny Lorentz, aber meistens spielen ihre historischen Romane ja im frühen Mittelalter. Das ist diesmal nicht der Fall. „Helena“ geht „nur“ 200 Jahre zurück, ins 19. Jahrhundert, in die Zeit der Freiheitskämpfe und -kriege in Griechenland, die zunächst recht aussichtslos, mit der späteren Unterstützung anderer Völker dann aber doch zur Unabhängigkeit von den Türken führten. Allerdings duldeten weder Russland noch England oder Österreich eine freie Republik Griechenland, weshalb Otto von Bayern, der Sohn Ludwigs I., zum König von Griechenland bestimmt wurde.
In diesem hervorragend recherchierten und gekonnt umgesetzten Roman liegt ein besonderes Augenmerk auf den Frauen, die an den Kämpfen um die Freiheit einen nicht geringen Anteil hatten. Die berühmteste war Laskarina Bouboulina, die die meisten Schlachten auf See für die Griechen gewann und später vom russischen Zaren posthum zum Admiral der russischen Flotte ernannt wurde. Ebenfalls eine wesentliche Rolle spielten die Suliotinnen und die Frauen von Mani, die hier im Roman besondere Bedeutung haben; von ihnen hieß es, dass sie ebenso gut schießen konnten wie die Männer. Sie durften zwar alle mitkämpfen und ihr Leben riskieren, bei der Gestaltung des neuen Staates spielten sie jedoch keine Rolle mehr.
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