Torsten Sträter: Mach mal das große Leselicht an

Der bekannte Komiker und Slam-Poet Torsten Sträter hat wieder gesammelt: Texte aus vier Jahren zu den verschiedensten Themen.

Wie sich bereits vermuten lässt, ist Sträter ein Wortakrobat. Sein einzigartiger Erzählstil verläuft nicht geradlinig, sondern schlängelt sich von einem Thema zum nächsten, um wenig später auf den eigentlichen Erzählanlass zurückzukehren. Für Erstleser des Autors mag das zunächst verwirrend wirken. Nach etwas Eingewöhnungszeit bereitet dieser verzweigte Stil aber eine kurzweilige Unterhaltung beim Lesen.

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Lena Johannson: Niederegger: Der Traum vom edlen Genuss

Johann Georg Niederegger hat es geschafft. Er hat seinen Traum verwirklicht und erreicht, was er immer wollte: Sein Marzipan ist in aller Munde. In des Wortes eigentlichster Bedeutung, könnte man sagen. Der Name Niederegger ist untrennbar mit Marzipan von hervorragender Qualität verbunden. Der Weg dahin war lang und keineswegs einfach. Als junger Konditor kommt Johann von Ulm, wo er aufgewachsen ist, nach Lübeck. Auf seiner Wanderung dahin hat er den Sizilianer Lorenzo kennengelernt, der in seiner Heimat eine Plantage mit Mandel- und Olivenbäumen bewirtschaftet. Die Mandeln sind es, die es Johann angetan haben, denn die braucht er, um Marzipan herstellen zu können.

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Sarah J. Maas: A Court of Thorns and Roses

Die junge Jägerin Feyre tötet im Wald einen Wolf, um ihre Familie vor dem Verhungern zu retten. Doch das Tier war kein gewöhnlicher Wolf, sondern ein Fae. Als Strafe für das Verbrechen wird sie von dem mächtigen und geheimnisvollen High Lord Tamlin in das magische und gefährliche Reich Prythian verschleppt. Statt auf ein grausames Monster stößt Feyre dort auf eine Welt voller tödlicher Schönheit und uralter Magie. Schnell merkt sie, dass eine dunkle Bedrohung das gesamte Reich der Fae zu zerstören droht – und nur sie eine Chance hat, es zu retten.

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Tommie Goerz: Der Baum

Tommie Goerz zu lesen, vermittelt ein Gefühl wohltuender Entschleunigung.

Wie seine beiden vorangegangenen literarischen Romane „Im Tal“ und „Im Schnee“ ist auch diese Geschichte in einer vergangenen Zeit von vor ca. achtzig Jahren angesiedelt.

Es ist eine Zeit, der eine Seele anhaftet. Die Handlung ist in einem kleinen Dorf angesiedelt. Hier kannte jede/r jede/n, mit allen Stärken und Schwächen. Nicht immer war diese Zeit gut gewesen, aber sie war verlässlich. Jeder hatte seinen Platz und seine Rolle, die er ausfüllte.

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Jem Calder: Ich möchte, dass Du glücklich bist

Jem Calders Romandebüt „Ich möchte, dass Du glücklich bist“ erzählt von einer Beziehung, die nie ganz zu einer wird. In London begegnen sich Joey, eine Barista Anfang zwanzig, und Chuck, ein Mitte dreißigjähriger Werbetexter.

Calder erzählt abwechselnd aus der Perspektive beider Figuren. So entsteht das doppelte Porträt zweier Menschen, die einander begehren, sich gegenseitig Vorstellungen überstülpen und zugleich aus dem Weg gehen. Chuck, der ältere und beruflich etabliertere der beiden, gibt sich gern als sensibler Künstler. Tatsächlich verliert er sich häufig in Selbstbeobachtung und in seiner Trunksucht. Joey sucht in der Verbindung möglicherweise ebenso Nähe wie einen Ausweg aus prekären Lebensverhältnissen.

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Shirtaloon: He Who Fights With Monsters: Dunkle Magie

Der junge Australier Jason Asano findet sich plötzlich und ohne Vorwarnung in einer fremden Welt wieder. Als er zu sich kommt, ist er nackt, allein und muss sich in einer magischen Realität mit Monstern, Magiern und übernatürlichen Kräften auseinandersetzen. Schnell wird klar, dass er durch ein fehlgeschlagenes Beschwörungsritual aus seiner eigenen Welt dorthin gelangt ist.

Kurz nach seiner Ankunft muss Jason verzweifelt um sein Überleben kämpfen. In einem magischen Labyrinth begegnet er ersten Monstern und entdeckt, dass die Welt nach einem System funktioniert, das an ein Rollenspiel erinnert. Fähigkeiten, Quests, Belohnungen und magische Gegenstände werden ihm für erledigte Aufgaben verliehen. Während er versucht zu verstehen, was mit ihm geschehen ist, entwickelt er eigene Kräfte, die eher auf Flüche, Gifte und dunkle Magie ausgerichtet sind als auf klassische Heldenfähigkeiten.

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Rebekka Eder: Der geheime Apfelgarten: Getrennte Welten

Vor 150 Jahren, zur Zeit unseres Romans also, war Finkenwerder noch eine Insel vor den Toren Hamburgs. Geteilt in preußisch und hamburgisch, mit strengen Regeln. Inzwischen ist das zwar anders, aber noch immer hat sich Finkenwerder den ländlichen Charme früherer Zeiten bewahrt. Die Apfel- und anderen Obstbäume und zahlreichen Höfe, die Backsteinbauten tragen ihren Teil zur dörflichen Idylle bei, die diesen Stadtteil, der heute unter anderem das Werksgelände von Airbus beheimatet, bis heute prägt und zum beliebten Ausflugsziel für Hamburger wie für Touristen macht.

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