Seit Locke, die Insel der Macht, von der alle Magie ausgeht, vernichtet wurde, herrscht Krieg zwischen den Ländern. Seit der Vernichtung wurde keine neue Quelle mehr geboren und ohne die sind Magier nicht in der Lage, Magie zu wirken. Jeder sucht nach dem verschollenen Erben, der als einziger in der Lage sein soll, die Insel und damit die Macht wiederherzustellen.
In einem der unzähligen Kriegslager lebt die Quelle Grey mit ihrem Magier Kier; zusammen kämpfen sie jeden Tag in einem endlosen Krieg – und versuchen dabei, ihre unzähligen Geheimnisse zu hüten. Auf einer gefährlichen Mission drohen diese alle ans Licht zu kommen und sie bringen nichts als Tod und Zerstörung mit sich …
„The Second Death of Locke” ist ein Fantasyroman, der ein wenig an einen mittelalterlichen Ritterroman erinnert, wir lernen viel Rüstungsjargon und sehen viel Blut. Das Buch hat seine Anlaufschwierigkeiten, richtig spannend wird es dann nach den ersten 100 Seiten. Es wird mit sehr drastischen Bildern gearbeitet, sehr viel anschauliche Brutalität. Die Protagonistin denkt ausgesprochen oft über die Innereien ihres Love-Interests nach, der Leser lernt diese relativ zu Anfang auch selbst kennen. Das muss man aushalten können. Wer darüber hinwegsehen kann (oder es sogar genießt – gibt es diese Leser?), findet hier durchaus eine atmosphärische Welt, die sich nach und nach erschließt und zu einem faszinierenden Ganzen zusammensetzt. Die Verbindungen, die sich zwischen den Figuren entwickeln, sind stark, echt, und wunderschön anzusehen. Gleichzeitig muss der Leser sich aber auch auf eine ordentliche Portion Heartbreak vorbereiten; ein Wohlfühlroman ist es definitiv nicht.
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