Olivie Blakes „Gifted & Talented“ nimmt ein bekanntes Motiv – den Tod eines übermächtigen Vaters und den Streit seiner Kinder ums Erbe – und transferiert dieses in eine Welt, in der Technik und Magie nebeneinander existieren. Im Zentrum stehen drei Geschwister, die nicht nur um ein Firmenimperium kämpfen, sondern vor allem um etwas, das sie nie wirklich bekommen haben – um Anerkennung.
Meredith, Arthur und Eilidh sind, zumindest auf den ersten Blick, allesamt erfolgreich. Eine führt ein Biotech-Unternehmen, das mittels einer App angeblich psychische Krankheiten heilen kann, der andere galt als ein politisches Talent mit einst großen Idealen, der an der politischen Realität gescheitert ist, die dritte ist eine ehemalige Star-Ballerina, die nach einer schweren Verletzung im väterlichen Unternehmen neu anfangen musste.
Je näher man ihnen kommt, desto deutlicher wird, dass hinter all dem Glanz viel Unsicherheit, Selbstzweifel und Täuschung stecken. Der Roman interessiert sich überraschenderweise weit weniger dafür, wer den Kampf ums Erbe am Ende gewinnt, als dafür, warum diese Figuren trotz all ihrer Möglichkeiten letztlich so verloren sind.
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