Eines Tages steht ein Zelt auf dem Fußweg, direkt vor dem schicksten Grundstück der Straße, der Villa der Familie von Clüver. Es wird beobachtet, es wird getuschelt, und schon bald wissen alle, wer dort das Lager aufgeschlagen hat: Sophie, die unangepasste Tochter der von Clüvers, seit Jahren verschwunden und seit jeher als schwierig bekannt. Ist es ein beabsichtigter Affront gegenüber den Eltern oder Heimweh, das die junge Frau zur Rückkehr bewogen hat?
Auf der Suche nach einem eigenen Platz in der Welt
Die Bewohnerinnen der Straße begegnen Sophie auf unterschiedliche Weise – neugierig, mitfühlend oder abweisend. Sie kommen ins Grübeln über ihr eigenes Leben und so manche fragt sich, ob der Weg, den sie gerade geht, wirklich der richtige für sie ist oder ob es an der Zeit wäre, mutiger, aufrichtiger, unbequemer zu werden.
„Und dass sie wirklich geglaubt hatte, sie könnte alles auf einmal haben: die Kinder, die Kunst, vielleicht sogar Erfolg. Dass sie es, wenn sie ehrlich war, immer noch glaubte. Als wäre sie naiv. Oder ein Mann.“
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