Kuhl + Sandrock: Ein Leben zu viel: Juha und Lux vom LKA Hamburg ermitteln

Auch in ihrem dritten gemeinsamen Fall beweisen Juha und Lux, das ungleiche, aber sympathische Ermittler-Duo vom LKA Hamburg, dass sie nicht nur mit Verstand an ihre Fälle gehen, sondern auch mit Empathie.

Für diesen etwas speziellen Fall sind sie eigentlich gar nicht zuständig, sondern eher die Kollegen in Itzehoe, aber dort herrscht ebenso Personalmangel wie in Hamburg. Juha hat gerade noch ziemlich mit dem Jetlag zu kämpfen, als er gebeten wird, zu einer ehemaligen Autobahnraststätte etwas außerhalb von Hamburg zu fahren, weil dort eine männliche Leiche gefunden worden sei. Das Opfer wurde erschossen, alles deutet auf einen Raubmord hin. Lux ist zwar eigentlich auch noch im Urlaub, beendet den dann aber vorzeitig, um Juha zu unterstützen. Außerdem kommt eine Kollegin aus Itzehoe dazu, nachdem der Tote als jemand identifiziert wird, der auf einem Dorf gelebt haben soll. Es soll sich um Sören Petersen handeln, den Lebenspartner der Frau, die ihn identifiziert hat.

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Cornelia Funke: Wo Feen Nester bauen und Kobolde aus Büchern schlüpfen

Die erfolgreichste deutschsprachige Kinderbuchautorin, Cornelia Funke, ist von Haus aus Illustratorin. Zum Schreiben ist sie genau darüber gekommen – weil ihr die Bücher, denen sie Bilder schenken durfte, nicht gut gefielen, begann sie, ihre eigenen zu verfassen.

Mit dem Titel „Wo Feen Nester bauen und Kobolde aus Büchern schlüpfen“, der im Kunstanstifter Verlag erschienen ist, kehrt sie zurück zu ihrem Ursprung und malt – und zwar beinahe ausschließlich. Ganz ohne Worte zu nutzen, entführen die zehn großformatigen Bilder in magische Welten voller Details, die man stundenlang betrachten kann. Bilder zum Verlorengehen, wie es schon auf dem Einband heißt. Einige der Welten sind neu und unbekannt; in anderen tummeln sich Gestalten aus Funkes anderen Büchern.

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Matt Dinniman: Operation Bounce House: Kampf um New Sonora

Vor 200 Jahren brachen die Generationsschiffe von der Erde in die Weiten des Alls auf. Ihre Mission: der Menschheit neuen Lebensraum zu erschließen. Damals wurde nach 133 Jahren Flug auch New Sonora besiedelt; vor einigen Jahrzehnten erfolgte die Wiederanbindung an die Heimat via Transfertor, dem sogenannten Nadelöhr.

Der junge Farmer Oliver Lewis lebt hier und erwartet immer noch das einst verheißene goldene Zeitalter, das nach der Wiederanbindung an die Erde eigentlich anbrechen sollte. Stattdessen erklärt die Erdregierung die Kolonisten zu Terroristen und beauftragt den Megakonzern Apex Industries mit ihrer „Räumung“.

Apex macht daraus, nicht dumm, ein Geschäft. Wohlhabende Spieler auf der Erde dürfen eigene Kampfroboter entwerfen und diese per Fernsteuerung gegen die „Terroristen“ einsetzen. Die Invasion wird als spektakuläres Online-Spiel vermarktet – „Operation Bounce House“.

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Linda Schipp: Guilty Pleasure

Fünf einander völlig fremde Menschen reisen in das berüchtigte Luxushotel, um ihrem tiefsten, oft illegalen Begehren freien Lauf zu lassen. Sie wiegen sich in absoluter Sicherheit, geschützt durch die Mauern der Isolation und das Versprechen totaler Verschwiegenheit. Was sie jedoch nicht ahnen: Das gesamte Hotel ist mit einem hochmodernen Kamerasystem ausgestattet. Und es kommt noch schlimmer, als es sich jeder von ihnen in seinen schlimmsten Albträumen hätte ausmalen können. Dieses System zeichnet die Ereignisse nicht bloß auf – es streamt sie live. Als unzensierte Reality-Show. Direkt ins Internet, zugänglich für die ganze Welt. Da das Hotel komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist, kann niemand die Gäste kontaktieren. Niemand kann sie warnen oder aufhalten. Während die Welt geschockt zusieht, sind die fünf Protagonisten im Begriff, vor laufender Kamera entsetzliche Verbrechen zu begehen. Die Schlinge zieht sich unaufhaltsam zu.

Die Geschichte nimmt extrem schnell an Fahrt auf und wird überraschend schnell sehr brutal. Die Machenschaften der fünf Fremden entwickeln sich deutlich blutiger, als man es zu Beginn vermuten würde. Unterstützt wird dieses Treiben von einer permanent düsteren, fast schon beklemmenden Atmosphäre. Das Setting der einsamen Insel funktioniert hier wunderbar und transportiert das Gefühl des Ausgeliefertseins perfekt.

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Julie Caplin: Das kleine Landhotel in Portugal

Auch wenn das kleine idyllische Landhotel „Quinta do Mar“ rein fiktiv ist, so hat sich die Autorin doch von einem real existierenden Wohlfühlhotel an der Algarve inspirieren lassen. Mit großem Erfolg, würde ich mal sagen, denn man fühlt sich im „kleinen Landhotel“, in das Rebecca aus England „flieht“, sofort wirklich wohl. Der neue Roman aus der Reihe „Romantic Escapes“ fügt sich nahtlos ein in die Serie dieser leichten, flott geschriebenen und zum Träumen verführenden Titel, die bisher erschienen sind. Ob wir unterwegs waren in Italien, in Kroatien, in Prag oder wo auch immer – sofort ist man mittendrin im Flair der Stadt, der Region, im Leben der Figuren, die einem unmittelbar sympathisch sind und mit denen man sich freut, mit denen man traurig ist und – in der Regel – einen Neuanfang wagt. So auch hier.

Rebecca ist enttäuscht von einer unerfüllten Liebe, hat viel zu viel Verständnis für den Mann, der ihre Gefühle nicht erwidert und sie lediglich als selbstverständlich in seinem Leben erachtet. Wobei er nur an sich denkt, an seine Bedürfnisse und Befindlichkeiten. Okay, er hat seine Frau verloren, ist noch immer in tiefer Trauer und tut sich schwer, ins Schriftsteller-Leben zurückzufinden. Rebecca respektiert und versteht das alles, dennoch ist sie enttäuscht, dass Will in ihr nur die gute Freundin sieht, die immer für ihn da ist und ihm beisteht.

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Anabelle Stehl: The Panthers: Off Limits

Luna hat einen Platz im ersten Mixed-Team der Panthers ergattert, der E-Sport-Mannschaft ihrer Träume. Vor ihr liegen ein Neuanfang in London und die Chance, sich endlich in der Szene zu beweisen. Doch ihr Coach ist ausgerechnet Travis Gallagher. Der Mann, mit dem sie die beste Nacht ihres Lebens hatte – und der sie danach kommentarlos aus seinem Leben gestrichen hat. Luna ist fest entschlossen, sich auf ihre Karriere zu konzentrieren und Travis ebenso mit Nichtachtung zu strafen wie er sie. Aber bei jedem Training und jeder versehentlichen Berührung wird klar, dass das Spiel für die beiden noch nicht vorbei ist – auch wenn eine Beziehung zwischen Coach und Spielerin verboten ist …

Wohlfühlbuch!

Wenn ich zu einem Buch von Anabelle Stehl greife, weiß ich, dass ich mich in der Geschichte wohlfühlen werde. Und das nicht, weil es keine ernsten Themen gibt. Auch nicht, weil in vierhundert Seiten nur Glück und Zufriedenheit beschrieben werden. Nein, ich fühle mich wohl, weil auch all die ernsten Themen und traurigen Szenen mit so viel Liebe verpackt sind.

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E. L. Chen: Slasher Summer: Heute Nacht werdet ihr alle sterben

In „Slasher Summer“ von E. L. Chen treffen sich sieben ehemalige Freunde aus einem Horrorfilm-Club nach vielen Jahren wieder. Sie wollen ein gemeinsames Wochenende in einer abgelegenen Waldhütte verbringen. Bemerkenswert daran ist, dass eben jene Hütte, abseits der Zivilisation, einst als Drehort für den kultigen 80er-Jahre-Slasherfilm „Slasher“ diente. Eigentlich soll das Ganze nur ein nostalgischer Ausflug werden, bei dem alte Erinnerungen aufgefrischt werden. Es sollte anders kommen!

Ziemlich schnell kippt die Stimmung. Kaum ist es dunkel, taucht plötzlich eine Gestalt auf, die genauso aussieht wie der maskierte Killer aus dem Film. Erst glauben die Freunde noch an einen schlechten Scherz oder eine aufwendige Inszenierung. Aber als die Reifen ihrer Autos zerstochen werden und die ersten Menschen in Lebensgefahr geraten, wird klar, dass ihr aller Leben auf dem Spiel steht.

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Jan Weiler: Das Vogelhaus

„Die Erben wollen das Haus nicht. Was ihn an diesem Gedanken erstaunt, ist die Annahme, dass dort einmal Kinder gewesen sind. Dabei war das kein Ort für fröhliches Lachen, keiner für Farben, keiner für Kuchenduft. Aber es gab das Zimmer. Das schon. Das verbotene Zimmer.“

Leonard Beck führt ein unaufgeregtes Leben in Berlin. Das einzig Spannende darin passiert in den Stücken, die er als Dramaturg für eine Theaterinszenierung aufbereitet. Als er einen Brief von seiner Mutter erhält, gerät seine ruhige Welt ins Wanken: In der elterlichen Kleinstadt steht ein altes Haus zum Verkauf. Ein Haus, das vor vielen Jahren in Leonard und seinen damaligen Zivildienstkollegen das blanke Entsetzen ausgelöst hat. Doch waren die wilden Spekulationen, die sie damals anstellten, wirklich nur einem jugendlichen Übermut geschuldet oder sind in dem Haus einst tatsächlich grausame Verbrechen begangen worden? Als Leonard unerwartet seine Stelle verliert, reist er Hals über Kopf zu seinen Eltern und stellt sich der Vergangenheit und mit ihr jenen Erinnerungen, die er bisher verdrängt hat.

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Christoph Kramer: Wolkenberührpunkt

Mit seinem Debüt „Im Sommer fing das Leben an“ gelang Fußball-Weltmeister Christoph Kramer ein überraschend starker, autofiktionaler Erfolg. Nun legt er mit „Wolkenberührpunkt“ seinen zweiten Roman vor. Doch wo der Vorgänger durch ehrliche Nähe überzeugte, verliert sich das neue Werk leider in erzählerischen Schwächen.

Inhalt & die Figur des Roman

Der Roman verknüpft die Lebenswege zweier ungleicher Männer: Auf der einen Seite steht der privilegierte Ex-Profi „Chris“, der sich nach dem Karriereende dem Schreiben zuwendet. Auf der anderen Seite steht Roman, ein melancholischer junger Mann, der vom Schicksal schwer getroffen wurde. Seit einem traumatischen Ereignis in der Silvesternacht 2000 besitzt er kein echtes Zuhause mehr und wird von existenziellen Zweifeln geplagt.

Roman bildet den emotionalen Gegenpol zum glücklichen Autoren-Ich. Seine einzige Zuflucht ist der titelgebende „Wolkenberührpunkt“ – ein alter Telefonmast, auf den er mit seinem besten Freund Stevie klettert, um den eigenen Träumen nah zu sein. Zugleich verliebt er sich in ein Nachbars-Mädchen namens Mira.

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Titus Müller: Die geheime Mission

Der Kalte Krieg war weit mehr als nur ein diplomatisches Ringen; er prägte als tiefgreifende Spannung zwischen West und Ost eine Ära fundamental unterschiedlicher politischer und kultureller Ideologien. Auf der einen Seite stand der Kapitalismus der Westmächte, angeführt von den USA, auf der anderen Seite der Kommunismus der Ostblockländer, die streng zentralisiert unter der Führung der Sowjetunion organisiert waren. Um ein Haar hätte diese Systemkonfrontation in einer militärischen Auseinandersetzung und damit im unvorstellbaren Desaster eines dritten Weltkriegs gemündet – ein Szenario, das glücklicherweise ausblieb.

Als der konkrete Start- und Zeitpunkt dieses globalen Konflikts gilt die Berliner Blockade in den Jahren 1948 und 1949, in welcher die Sowjetunion versuchte, Westberlin absolut zu isolieren. Die Verkehrs- und lebenswichtigen Versorgungswege wurden von den sowjetischen Truppen konsequent gekappt. Dieser Schritt war der Versuch, ganz Berlin zu unterwerfen und den politischen Einfluss sowie den Machtwillen Deutschlands den östlichen Vorgaben unterzuordnen, womit hier die erste handfeste logistische, militärische und ideologische Auseinandersetzung des Kalten Krieges entbrannte.

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